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Das Zeugnis des HERRN

Das Gesetz des HERRN ist vollkommen, es erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig, es macht den Unverständigen weise.
Psalm 19,8

Als ich am Anfang meines Glaubenslebens versuchte, jemanden zum Glauben zu bringen, hatte ich keinen einzigen Erfolg. Warum? Weil ich einfach etwas aus meinen Erkenntnissen erzählte, die ich durch Bibellesen und Predigten erworben habe. Und das hat niemanden überzeugt, weil ich das Gesagte nicht mit meinen Zeugnissen bestätigen konnte. Ich konnte noch keinem erzählen, dass der Herr mein Versorger ist, weil mein Vater noch lebte und gut für die Familie gesorgt hat. Aber als ich keinen Vater mehr hatte und Gott mich auf wunderbare Art und Weise versorgt hat, dann konnte ich dies vor anderen bezeugen und das hat die Menschen dann zum Nachdenken gebracht.
Dass, das Wort Gottes meine Seele erquickt, keine Frage. Aber wenn ich es jemandem verkündige, dann wirkt es für die Menschen nur dann erquickend, wenn ich aus den Erfahrungen bezeugen kann, was das Wort Gottes alles bewirken kann.
Viele Christen denken, dass Gott aufgehört hat, Wunder zu wirken und predigen deswegen nur das Gesetz Gottes, nach dem sie auch leben. Wer aber glaubt und Gott zutraut, dass Er immer noch Wunder tun kann, der wird’s auch erfahren und hätte viel leichter, Menschen für Jesus zu gewinnen.
Jesus sagte, dass wir wie die Kinder sein sollten, weil sie so offen für wundersame Dinge sind. Sie glauben an das Märchenhafte. Nun, den Segen Gottes und Seine Wunder zu erleben ist auch fast märchenhaft, aber eben real. Lass Gott in Deinem Leben Wunder tun und Dinge bewirken, die nicht “normal” sind. Erwarte das von Ihm mit kindlichem Glauben und Du wirst Seine Herrlichkeit sehen. Dann kannst Du jedem bezeugen, dass Gott wirklich real ist und dass Sein Wort die Wahrheit ist. Vergesse aber trotzdem nicht, Dich von Seinem Wort erquicken zu lassen! Gott segne Dich!

Lass dich nicht schnell zum Ärger reizen

Ärger

Lass dich nicht schnell zum Ärger reizen; denn der Ärger wohnt in der Brust der Toren.
Prediger 7,9

Wie schnell ärgert man sich, wenn etwas nicht klappt. Wenn, der Zug sich verspätet, kriegen viele sogar Wutanfälle und schimpfen über den ganzen Bahnhof laut. Doch der Zug kommt deswegen nicht schneller und sie finden in dem Moment auch keine bessere Lösung für ihre Situation.
Ich gebe ganz ehrlich zu, dass ich früher mich oft geärgert habe, wenn etwas nicht geklappt hat. Wenn z.B. mein Arbeitsvertrag nicht verlängert wurde oder wenn ich die Absagen bei der Arbeitssuche bekommen habe. Aber wenn ich heute darüber nachdenke, dann sehe ich ein,  dass es falsch war, denn auch Misserfolge gehören zu meiner Lebensgeschichte dazu und heute kann ich darüber nur müde lachen.
Leider gibt es auch viele Christen, die immer wieder mit jemandem oder mit sich selbst Ärger haben. Sie sind schlecht gelaunt und meiden jede offene Gemeinschaft. Das ist aber kein gutes Zeugnis für die Menschen in der Welt. Jesus wurde auch oft von Pharisäern und Schriftgelehrten geärgert, aber Er ließ sich nicht ärgern, weil Er kannte ihr böses Herz. Böse Menschen ärgern sich meistens, wenn wir uns nicht verärgern lassen, weil sie uns dann nicht kontrollieren können.
Oft ärgert man sich über die Umstände, die uns gar nicht passen, weil wir das Gesamtbild des Planes Gottes in dem Moment nicht erkennen. Später stellen wir aber fest, dass diese bösen Umstände uns sogar zum besten dienen. Manchmal lernen wir was daraus, manchmal passiert das, weil Gott das Problem lösen will, damit wir von Seinem Wirken bezeugen können… Warum sollten wir uns dann noch ärgern? Richtig! Das ist sinnlos. Deswegen sagt der Prediger, dass Ärger in der Brust der Toren wohnt. Wer aber alles, auch schlimmes, mit Gottes Augen betrachtet und sich auf Gott verlässt, dem wird Er auch die Klarheit schenken, warum Er manchen Ärger zulässt. Lass Dich nicht schnell zum Ärger reizen! Gott segne Dich!

Singt dem HERRN, verkündigt Sein Heil!

Singt dem Herrn!

Singt dem HERRN, alle Welt; verkündigt Tag für Tag sein Heil!
1. Chronik 16,23

Jetzt sagst Du vielleicht: “Ich kann doch nicht singen!” Aber weißt Du was? Ich auch nicht! Aber ich singe viel und oft, besonders wenn ich unterwegs bin. Ich singe Loblieder in deutscher und russischer Sprachen, aber auch in den Sprachen, die der Geist Gottes mir gab. Singen macht nicht nur Spaß, sondern tut auch unserer Gesundheit gut. Es wurde auch wissenschaftlich bewiesen, dass die Menschen, die viel singen, auch länger leben. Dabei muss man kein Profisänger sein, um dem Herrn ein Loblied zu singen. Er freut sich über jeden Seufzer, der aus unserem Mund zu Seiner Ehre kommt.
Oder schämst Du Dich etwa beim Spazierengehen zu singen, weil die Passanten etwas falsches über Dich denken könnten? Das sollte Dich aber nicht stören. Menschen werden oft falsches über Dich denken und jeder sieht in Dir etwas anderes und vieles total verkehrt, aber viel wichtiger für Dich ist, zu wissen wie Gott über Dich denkt. Es ist mir wurscht, dass die Frau mit dem Hund, die an mir vorbei geht und hört wie ich bete oder singe, etwas böses über mich denkt. Ich singe auch nicht für sie, sondern für den Herrn, an dem sich mein Herz erfreut. Manch einem ist es schon passiert, dass er angesprochen und gefragt wurde, was er da vor sich her singt. Und so sind tolle evangelistische Gespräche entstanden.
Manche denken, dass sie schweigend die Frohe Botschaft verkündigen können, bzw. dass der Pastor diese Aufgabe übernimmt. Dann müssen wir noch sehr lange auf die Wiederkunft Jesu warten, denn das letzte Zeichen ist ja, dass das Evangelium überall verkündigt wird.
Sei ein Verkündiger der Frohen Botschaft! Nutze dafür Deine Gaben und überlasse diese Aufgabe nicht dem anderen, denn dann wird der andere von Gott geehrt und nicht Du. Gott segne Dich!

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Wir in Ihm und Er in uns

Er in uns und wir in Ihm

Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat.
1. Johannes 4,13

Bevor Jesus zum Himmel aufgefahren ist, hat Er den Jüngern versprochen, den Heiligen Geist zu schicken, den sie zu Pfingsten empfangen haben. Seitdem ist Jesus mit Seinen Nachfolgern durch den Heiligen Geist verbunden. Der Geist Gottes gibt uns die Gewissheit, dass wir in Jesus sind und Er in uns. Ich hab zwar gleich geglaubt, dass Jesus der Retter ist, als mir davon erzählt wurde, aber erst als der Heilige Geist mich erfüllt hat, bekam ich die Gewissheit, dass es wirklich die Wahrheit ist. Und das Wort Gottes, das ich las, wurde für mich lebendig. Ich musste keine Theologie studieren, um die Wahrheit zu erkennen, denn der Geist Gottes hat sie mir offenbart.
Manche Christen bemühen sich sehr, Gott zu gefallen. Sie tun und machen, was sie in der Bibel lesen, doch manches verstehen sie verkehrt, weil sie den Heiligen Geist in sich nicht haben. So nehmen sie viele Bibelstellen wörtlich oder gedeutet nach ihren eigenen Vorstellungen und ihr Leben im Glauben wird schnell zu einem gesetzlichen, religiösen Leben. Gott will aber eine Beziehung zu Seinen Kindern haben und das geht nur durch den Heiligen Geist, der jetzt auf dieser Erde ist und jeden erfüllen will, der sich vor Ihm öffnet. Jesus hat uns von Seinem Geist gegeben, um mit uns verbunden zu sein, um durch Ihn zu uns zu reden und den Weg zu zeigen. Gottes Geist hilft uns in Jesus zu bleiben, sich mit Ihm vereint zu fühlen und Seinen Willen zu erkennen. Manchmal kann man die ganze Bibel durchlesen, aber man erkennt nicht den Willen Gottes für eine bestimmte Situation im Leben, dann kann der Geist Gottes uns eine Erkenntnis geben, die wir brauchen.
Lass Dich immer vom Heiligen Geist erfüllen und führen, damit Du immer mit Deinem Herrn verbunden bist. Gott segne Dich!

Die größte aber ist die Liebe!

Liebe ist die Größte

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.
1. Korinther 13,13

Wenn ich großen Glauben habe und eine Hoffnung, die nie aufhört, aber die Liebe nicht habe, dann habe ich das wichtigste nicht: Gott! Ja, deswegen heißt es hier, dass die Liebe die größte ist, weil Gott die Liebe ist. Und unser Gott kann nur aus Liebe handeln, weil sie zu Seinem Charakter dazugehört. Wir Menschen tun uns oft schwer, einander zu lieben, weil wir voll Stolz und Egoismus sind. Deswegen versucht Gott oft unseren Stolz und unseren Egoismus zu brechen, um uns dann Seine Liebe beizubringen. Gottes Liebe scheint oft nicht so kuschelig weich zu sein, denn um sie zu erfahren, müssen wir oft im tiefsten Loch stecken und uns nach Gott ausstrecken. Er ist dann aber sofort da, um uns zu trösten und zu stärken. Viele denken, dass Gott straffend oder böse ist, weil Er böse Dinge im Leben zulässt, aber Er lässt sie nur zu, damit wir uns nach Seiner Lösung ausstrecken und uns von Seiner Liebe erfüllen lassen, die uns trösten, stärken und motivieren kann, damit wir weiter im Glauben und Vertrauen leben können. Gott sagt auch niemals: “Wenn Du Mich nicht liebst, dann Liebe Ich Dich auch nicht!” Nein, Er liebt uns umso mehr, damit wir Seine Liebe spüren und verinnerlichen, um sie dann weiter zu geben. Wenn ich Seine Liebe in meinem Herzen habe, dann bin ich auch in der Lage, anderen Menschen den Glauben und die Hoffnung zu vermitteln. Ohne sie geht das nicht, auch wenn ich ein perfektes Programm dafür habe und alles super organisiert ist.
Sei nicht traurig und deprimiert, wenn Gott Dich zum inneren Zerbruch bringt, sondern gerade dann strecke Dich aus nach Seiner Liebe und Du erfährst Sie so stark, wie es früher nicht möglich war. Und dann geh und trage diese Liebe weiter in die Welt. Gott segne Dich!

Die Liebe hört niemals auf

Liebe hört niemals auf

Die Liebe hört niemals auf. Aber seien es Weissagungen, sie werden weggetan werden; seien es Sprachen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden.
1. Korinther 13,8

Diese Bibelstelle wird oft so gedeutet, als hörten die Weissagungen, Sprachen und die Erkenntnis bereits auf. Das ist vollkommen falsch. Gott hat nicht aufgehört, uns mit Seinen Gaben zu beschenken und Sein Geist hat nicht aufgehört auf dieser Erde zu wirken. Aber wenn es hier heißt, dass die Liebe niemals aufhört, ist trotzdem die Liebe in vielen Christen erkaltet, weil die Gesetzlosigkeit zugenommen hat. Sie ist auch deswegen zugenommen, weil man es für unnötig gehalten hat, Gottes Gaben zu empfangen und zu nutzen, um einander zu dienen und zu segnen. Denn die meisten Gaben und Erkenntnisse Gottes haben wir bekommen, um anderen damit zu dienen. Gottes Liebe zu uns hört tatsächlich niemals auf, aber wir müssen in dieser Liebe bleiben und uns täglich vom Geist Gottes erfüllen lassen, sonst wird sie in uns erkalten. Wir brauchen tiefe Gemeinschaft mit Gott und miteinander, um die Liebe Gottes praktisch zu gebrauchen.
Jeder von uns hat irgendwas, womit er dem anderen dienen kann. Es gibt einfach niemanden, der nichts hätte, womit er jemanden nützen könnte. Manche Gaben kommen erst mit der Zeit zum Vorschein, aber die zu verwerfen, weil es so an dieser Stelle steht, ist ein großer Irrtum. Paulus wollte hier einfach sagen, dass die Liebe alles überlebt, und nicht, dass die Weissagungen, Sprachen und Erkenntnis aufgehört sind. Wenn ich meinem Glaubensbruder sage: “Ich hab Dich lieb!”, aber verweigere ihm meinen Dienst, dann ist auch meine Liebe zu ihm unglaubwürdig. Das passiert aber so oft unter Christen, dass man nur nett lächelt, aber kein Diener ist. Gott hat uns aber zum Dienst an einander berufen.
Nutze Deine Gaben, um anderen die Liebe Gottes so praktisch zu erweisen, und werfe sie nicht weg. Gott segne Dich!

Meine Seele verzehrt sich vor Sehnsucht

Sehnsucht nach Bestimmung

Meine Seele verzehrt sich vor Sehnsucht nach deinen Bestimmungen allezeit.
Psalm 119,20

Ich kenne kaum Christen, die nicht wissen wollten, was Gott für sie bestimmt hat. Jeder will zumindest eine Ahnung haben, was Gott für ihn geplant hat. Das ist normal, denn jeder von uns hat diese Sehnsucht tief im Herzen und die kann nur Gott selbst stillen. Wir sind von Gott geliebt und Er weiß genau, was gut für uns ist und was Er mit uns vor hat. Doch, selbst wenn wir viele prophetische Worte zu hören bekommen und Gott uns Seine Pläne oft durch Sein Wort bestätigt, kommen wir oft nicht sofort danach zu unserer Bestimmung bzw. Berufung. Früher habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, als was Gott mich nun berufen hat und wann ich endlich in meine Berufung hineingehen kann. Aber mit der Zeit hörte ich auf, Gott ständig zu fragen, was Seine Bestimmung für mich, sondern vertraute einfach auf Sein Plan. Wie auch vieles in meinem Leben, zeigte Gott mir Jahre später, was meine Berufung ist und zeigte mir auch, warum ich darauf so lange warten musste. Hätte ich schon vor über 20 Jahren meine Berufung erkannt, dann hätte ich ganz viel falsch gemacht und hätte nicht in meiner Berufung leben können. Aber auf dem Weg zu meiner Berufung bereitet Gott mich immer dafür vor. Momentan lebe ich noch nicht vollkommen in meiner Berufung, aber ich bin mir ziemlich sicher, welche das ist und tue alles für mich mögliche, um in dieser Berufung zu leben. Meine tiefste Sehnsucht nach Seinen Bestimmungen wurde erfüllt. Er führt mich Schritt für Schritt in meine Bestimmungen und gebraucht mich immer öfter darin.
Deswegen möchte ich heute Dich ermutigen, Deine Sehnsucht nicht zu verwerfen, sondern in ihr zu leben und Gott zu bitten, Dir Deine Bestimmung bzw. Berufung zu zeigen. Das macht er vielleicht nicht gleich, sondern im Laufe der Zeit, aber Er führt Dich ganz sicher dahin, wenn Du Deine Sehnsucht nach Ihm und Seinen Bestimmungen im Herzen behältst. Gott segne Dich!

Mit Versprechen gebunden

Mein Sohn, hast du dich für deinen Nächsten verbürgt,für einen Fremden dich durch Handschlag verpflichtet, bist du durch ein mündliches Versprechen gebunden, gefangen durch die Worte deines Mundes, so tu doch das, mein Sohn…
Sprüche 6,1-3

Wie haben mir viele Leute irgendwas versprochen, was sie dann nicht eingehalten haben! Sie haben es zwar oft aus Höflichkeit getan, um mir kein Nein zu geben, aber letztendlich haben sie mich dann noch mehr enttäuscht, weil sie ihr Wort nicht eingehalten haben. Ich muss auch immer aufpassen, dass ich niemandem was verspreche, was ich nicht erfüllen kann. Und wenn ich was verspreche, dann muss ich mein Versprechen erfüllen. Unser Gott gab uns viele Versprechen und die erfüllt Er auch, wenn wir sie für uns persönlich in Anspruch nehmen. Wenn wir aber manche Seiner Verheißungen nicht wahrnehmen wollen, weil wir denken, dass sie für die anderen gelten, dann steht Gott nicht in der Pflicht, diese in unserem Leben zu erfüllen. Ich musste lernen, mich nicht auf die Menschen, sondern nur auf Gott zu verlassen. Und das ging durch Enttäuschungen von Menschen, die ihr Versprechen nicht eingehalten haben. Jetzt weiß ich, dass Gott wirklich sein Versprechen erfüllt, wenn ich mich nur auf Ihn verlasse. Ich habe 10 Jahre auf meine Heilung gewartet und Gott hat sie mir geschenkt. Ich habe 10 Jahre auf berufliche Veränderung gewartet und Gott hat die Politik extra für mich ein neues Gesetz machen lassen, der es mir dabei hilft. All die Jahre habe ich mich auf Gottes Zusagen verlassen und Er hat immer Sein Wort erfüllt. Was mir aber manche Menschen, die auch Christen sind, schon vor Jahren versprochen haben, wurde bis heute nicht eingehalten. Also, auf Menschen verlasse ich mich nicht und von ihnen erwarte ich nichts mehr. Wenn ich von Gott aber etwas erwarte, gebraucht Er auch die Menschen, von denen ich nichts erwartet hätte.
Mache keine leere Versprechungen und verlass Dich nicht auf das Versprechen der Menschen, sondern nur auf Gottes Zusagen. Gott segne Dich!

Wo Neid und Selbstsucht ist…

Neid

Denn wo Neid und Selbstsucht ist, da ist Unordnung und jede böse Tat.
Jakobus 3,16

Ich begegne immer wieder Christen, die mich beneiden, weil Gott etwas in meinem Leben tut und sie selbst keine Veränderungen erleben. Manche denken, dass ich etwas besonderes bin oder dass Gott mich besonders stark liebt und sie nicht. Aber das ist doch absoluter Quatsch. Ja, ich habe viele Jahre Glaubenserfahrungen, aber deswegen bin ich für Gott nicht mehr Wert, als Bruder oder Schwester, die sich erst vor kurzem bekehrten. Ich bin auch kein Engel, der vom Himmel herabgekommen ist und andauernd Gottes Wirken erlebt. Ich lebe einfach im Glauben und erlebe Gott dadurch. Auf manche Gebetserhörungen muss ich auch lange Jahre warten. So wie auf meine neue Ausbildung. Ich musste 4 Mal umziehen und 10 Jahre darauf warten, bis ich die Möglichkeit bekommen habe, eine Ausbildung zu machen, die ich für die Arbeit im Reich Gottes brauche. Da kommen aber Geschwister auf mich zu, die sich jetzt beruflich auch umorientieren möchten, aber nicht weiter kommen, und sind auf mich neidisch. Eigentlich ist das der große Schwachsinn, denn ich musste lange dafür kämpfen und warten. Mir ist nichts leicht gefallen, aber in allem war Gottes Hand im Spiel. So wünsche ich allen, die mich beneiden, dass sie einfach Gott vertrauen und jeden Tag im Glauben leben, auch wenn sie auf die Gebetserhörung noch viele Jahre warten müssen.
Sei niemals neidisch auf den Bruder, der mehr hat als Du. Gott kann Dir viel mehr geben, als Du bei den anderen siehst. Dafür musst Du jeden Tag im Vertrauen leben und Dich darauf verlassen müssen, dass Gott Dir alles gibt, was Du brauchst und sogar viel mehr. Unser Gott ist nicht geizig! Er will Dich reichlich beschenken. Wenn Du aber Sein Geschenk nicht annehmen willst und stattdessen andere beneidest, die es tun, dann passiert in Deinem Leben auch nichts. Gott segne Dich!

Gott will Dir das ganze Land geben

Denn das ganze Land, das du siehst, will ich dir und deinem Samen geben auf ewig.
1. Mose 13,15

Als ich vor Paar Tagen mit meiner Frau in unserem Dorf spazieren gingen, zeigte sie mir auf ein Grundstück und sagte, dass er ihr gefällt und sie hätte dort gern ein Haus gebaut. Nun, unsere finanzielle Lage erlaubt uns das noch nicht, aber ich habe ihr dann gesagt: “Lass uns darauf gehen und dafür beten, dass Gott uns dieses Stück Land schenkt und uns ermöglicht dort ein Haus zu bauen!” Ist das nicht zu unverschämt? Ja! So sollte der Glaube auch sein. Ich will ja niemandem was wegnehmen, sondern erwarte von Gott, dass Er mir ein Stück Land schenkt, damit ich ein Haus bauen kann. Warum sollte Gott mir ein Haus schenken? Reicht mir etwa die Mietwohnung nicht? Ja, ich könnte ohne Probleme in einer Mietwohnung leben, aber der Herr hat’s mir schon verheißen, dass Er mir ein Haus schenken wird, in dem ich nicht nur leben, sondern auch dienen kann. In eine Wohnung kann ich nicht so viel Menschen einladen, aber in ein Haus schon. Warum sollte ich so bescheiden sein, wenn Gott mir etwas verspricht? Das macht kein Sinn. Genauso, wenn Gott mir eine Heilung verheißt, warum soll ich denn davon ausgehen, dass die Krankheit meine Last sein soll, die ich für immer zu tragen habe? Sowas ist dann eher der Unglaube. Gott will aber, dass wir unverschämten und großen Glauben haben. Mir fällt es jetzt auch leichter zu glauben, dass Gott großes in meinem Leben tun kann, weil ich bereits viele wunderbare Dinge mit Ihm erlebt habe und ich habe auch erfahren, dass Er 100% treu ist und Sein Versprechen immer erfüllt, auch wenn ich 10 oder mehr Jahre darauf warten muss.
Wenn Gott Dir etwas schenken möchte, nimm es im Glauben für Dich dankbar in Anspruch und sei nicht zu bescheiden, womit Du Gott hindern kannst, Dir viel gutes zu tun. Gott segne Dich!

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