Mit Ermahnungen frohe Botschaft verkündigen

Ermahnungen

Auch mit vielen anderen Ermahnungen verkündigte er dem Volk die frohe Botschaft.
Lukas 3,18

Als das las, was über Johannes den Täufer geschrieben steht, fragte ich mich: „Wie kann man mit den Mahnungen die frohe Botschaft verkündigen?“ Denn wenn man ermahnt wird, dann schämt man sich für seine Sünde und ist über diesen Zustand eigentlich gar nicht froh. Aber andererseits, wenn jemand durch die Ermahnung zur Buße bewegt wird, dann kommt die richtige Freude, die von der Erfüllung des Heiligen Geistes hochkommt.
Ja, die Ermahnung fühlt sich erstmal nicht wie ein Kompliment an und bringt einen oder anderen in Verlegenheit, aber das führt dann zur Freiheit. Selbst wenn Gott mich selbst ermahnt, wenn ich in der Sünde lebe, ist das ein mieses Gefühl, ich schäme mich dafür und bin dann bereit, Gott um Vergebung zu bitten.
Nun, in vielen Kirchen und Gemeinden wird ein Evangelium der Toleranz, die die Sünde oft toleriert, verkündigt. Humanismus steht inzwischen auch bei Christen an erster Stelle. „Ich kann doch dem Bruder Soundso nicht sagen, dass es falsch ist mit einer Frau unverheiratet zusammen zu leben, da greife ich doch in seine Privatsphäre!“ – So in etwa drücken wir uns oft davor, unsere Glaubensgeschwister zu ermahnen. Dabei überlassen wir sie einem Leben im Fluch. Das will Gott doch gar nicht. Ja, es erfordert Mut und es kann auch passieren, dass wir in den Augen der ermahnten Person ins schlechte Licht rücken, wenn sie unsere Ermahnung nicht annehmen, aber wir brauchen keine Menschenfurcht zu haben. Es ist besser die Freunde zu verlieren, die ihr Leben mit Gott nicht ernst nehmen, als sie mit heuchlerischen Art in ihrem unreinen Treiben zu unterstützen. Du kannst sicher keine Menschen umerziehen und sie schon gar nicht zum heiligen Leben zwingen, aber Du kannst ihnen mit einer Ermahnung vielleicht helfen, ihre Fehler zu erkennen und sich umzukehren. Gott segne Dich!

About the author

Viktor Schwabenland

Click here to add a comment

Leave a comment: